Mal wieder Gamescom …

Es ist wieder diese Zeit des Jahres, in der allerorten Termine gemacht und Ankündigungen verfasst, redigiert, übersetzt und dann wieder verworfen werden, in der Entwickler sich jeden Tag fragen, welches Feature sie noch streichen können, um dennoch eine überzeugende Version zu haben, PR-Agenturen alle Kunden gleichzeitig zufrieden stellen müssen und allenthalben darüber spekuliert wird: Wer wird eigentlich der große Star der Gamescom 2018?

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Eines dürfte feststehen: Dieses Jahr wird es nicht Angela Merkel. Als ich letztes Jahr um diese Zeit ätzte, dass halt Wahlkampf sei, da wünschte ich mir mal wieder, nicht Recht zu behalten. Aber dieses Jahr werden wieder nur die üblichen Verdächtigen die GamesCom eröffnen: Dorothee Bär von der CSU, die immer dabei ist, wenn irgendwo Games draufsteht, und Armin Laschet, der als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen natürlich die verdammte Pflicht hat, die wohl größte Konsumentenmesse seines Landes zu eröffnen, zumal, wenn die gerade ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Außerdem hat er ja auch noch unlängst angekündigt, NRW zu dem Games-Bundesland schlechthin zu machen.

Wenn allerdings nicht noch sehr Unvorhersehbares geschieht, wird diese Gamescom wenn nicht eine der langweiligsten so doch vorhersehbarsten, die es je gegeben hat.

„Die Gamescom 2018 wird für Spieler einige Überraschungen bieten. Wie die Organisatoren bekanntgeben, wird es mehrere Spiele-Weltpremieren zu bestaunen geben“, untertitelt die Gamestar.

Erstaunlich. Die größte Gameshow der Welt wird dazu genutzt, einige neue Spiele anzukündigen. Soviel Überraschung und Niedagewesenheit war selten! Wer hätte es gedacht – oder sich auch nur in den kühnsten Träumen …

Nunja. Ein wenig Spannung immerhin titelt gameswirtschaft.de ins Spiel mit der bangen Frage: „Gamescom 2018: Wird Halle 10 rechtzeitig fertig?“ Die wird nämlich derzeit saniert. Kleiner Insidertipp: Nein. Sie wird nicht fertig, was im Artikel auch umgehend aufgeklärt wird: Sie muss das nämlich auch nicht, weil die Sanierung eh bis 2021 läuft und während der großen Messen geplant unterbrochen wird. Letzte Zweifler werden sich da zwar von der Erklärung der Messeleitung nicht beruhigen lassen, dass die Arbeiten im Plan lägen. Aber ich fürchte, selbst wenn hier im Zweifel ja sogar die Social Media Stage betroffen wäre: auch dieses Thema langt nicht für den großen Aufreger.

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