Das Spielen nach dem Tod

Manchmal fällt mir kein Thema ein, wenn es Zeit ist, die neue Wortreich zu schreiben. Dann frage ich im Kollegenkreis rum, und … nun, diesmal erzählte Kollege Peschke, dass ihn schon häufiger der Gedanke beschäftigt habe, dass in Game-Features wie dem Ghostplay von Mario Kart doch eine neue Möglichkeit der Erinnerungskultur stecken könne: Das letzte Spiel des inzwischen verstorbenen Vaters, der Freundin, des Bruders. Ich kann immer noch mal wieder ein Rennen gegen die geliebte (gemochte, gehasste, verachtete… sucht es euch aus!) Person fahren, ihr Spiel genießen oder auslachen, sie sozusagen in Aktion und sogar als Konkurrent erleben, obwohl sie ansonsten für immer gegangen ist. Andere Erinnerungsstücke sind natürlich auch noch da, und mit ihnen mögen lebhafte Erinnerungen verbunden sein, aber im Ghostplay zeigt sich die verstorbene Person noch einmal selbst in lebendiger Form, als dynamisches Abbild ihrer Handlungen und Entscheidungen.

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In Borderlands 2 gibt es einen Charakter, der dem Spieler, wenn man ihn anspricht, seltenen Loot schenkt. Er beruht auf einem verstorbenen Fan der Reihe.

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