Über den Umgang mit Argumenten

Zu dieser Kolumne gibt es einen kleinen Programmhinweis: Am kommenden Sonntag, dem 4. August 2019 wird dieses Thema weiter geführt. Dann diskutieren Wolfgang, Petra und Andre über das Thema. [Euer The-Pod-Team]

Am neunten August ist es ein Jahr her, dass die oberste Landesjugendbehörde den Unfug einsah und Sozialadäquanz auch für Spiele gelten ließ. Die USK wurde angewiesen, Spiele nicht mehr prinzipiell abzulehnen, in denen verfassungsfeindliche Symbole gezeigt wurden, sondern sie im Einzelfall auf ihren Kontext und die Anwendbarkeit des Paragraphen 86 Absatz 3 Strafgesetzbuch zu prüfen.

Nun ist ein Jahr noch kein vollständiger Produktionszyklus für Games, aber es ist allemal ein Zeitraum, der lang genug ist, um ein paar Änderungen in der Grafik und am Drehbuch eines Games vorzunehmen – beziehungsweise ein paar ja meist lediglich zusätzliche Aufgaben für die deutsche Fassung des Spiels zu streichen.

Es müssten also mittlerweile schon eine ganze Reihe von Spielen veröffentlicht worden sein, die Hakenkreuze enthalten und von der USK durchgewunken oder abgelehnt wurden.

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Bei meiner Recherche stieß ich auf genau vier. Davon wurde eines, der Multiplayer-Shooter Post Scriptum, abgelehnt. Durchgewunken wurden Attentat 1942 und die öffentlich gezeigte Gamescom 2018-Demo von Through the darkest of Times. Diese beiden Games waren es auch gewesen, an denen der ganze Schwachsinn des prinzipiellen Hakenkreuzverbotes primär festgemacht werden konnte. Zur Erinnerung: Im Falle von Attentat 1942 durfte ein Spiel, das die Verfolgungen durch SS und Gestapo nach dem Heydrich-Attentat 1942 zum Thema hat und von Nachfahren der Opfer entwickelt wurde, im Land der Täter nicht als Game gezeigt werden, obwohl es auf der A.MAZE 2018 den Preis für das beste Spiel bekam.

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