Kill the poor!

Da erschien neulich auf grimme-game.de ein Artikel von Rainer Sigl mit dem ansprechenden Titel „Der Mythos vom unpolitischen Spiel.“ Wer meine Kolumne aufmerksam verfolgt, der weiß, dass ich der Meinung bin, dass schon die Entscheidung, ein unpolitisches Spiel zu machen, eine politische ist. „Ich mache reine Unterhaltung“ ist eine politische Aussage. Alles Öffentliche ist qua definitionem auch politisch.

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Schon wieder Feuilleton, stöhnen jetzt manche, und schon wieder bin ich nicht zufrieden? Nur diesmal auf höherem Niveau als letzten Monat, als die zu widerlegende Argumentation aber auch allzu daneben lag? Nein. Diesmal liegt der Fall vertrackter, ist wesentlich schwieriger aufzudröseln, weil die Argumentation nicht schlichtweg logisch falsch ist, sondern auf unscharfen Begriffen basiert. Und ich greife vor. Denn es geht diesmal sehr eigentlich um Fragen der Entwicklung eines Games. Es wird kein zweites Feuilleton-Bashing geben. Diesmal sind wir Entwickler an der Reihe.

Hier wird es dann natürlich Zeit, erstmal zu definieren, was „politisch“ überhaupt bedeutet. Schon ein Blick ins beste Forum der Welt enthüllt ja, dass dort mit sehr unterschiedlichen Begriffsdefinitionen mit- und auch gegeneinander diskutiert wird. Und so etwas ist natürlich a priori eher nutzlos.

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