Designphilosophie, Arbeitsplatzkultur & Scheißegalhaltung

Werbung ist Werbung, boys will be boys: das klingt nicht nur zufällig verwandt. Hinter beiden Sätzen steht vor allem eine ethische Scheißegalhaltung.

Der dritte Satz im Bunde ist übrigens: “It’s just a game.”

Und ja: Ich rede von Ubisoft.

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Bevor ich das aber tue, ein Wort zu den Spielregeln: Ich nenne in diesem Beitrag keine Namen von Beschuldigten. Ich spreche über Positionen. Zum einen, weil ungeachtet einer vernichtend wirkenden Beweislage immer noch die Unschuldsvermutung gegenüber diesen Menschen gelten muss. Zum anderen, weil’s gar nicht darum geht, welcher Mensch hier nun mutmaßlich zum Täter geworden ist – sondern um das System in dem er zum Täter werden konnte. Und darum, wie das direkt unter unserer Nase seinen Ausdruck in den Spielen fand, die Ubisoft groß gemacht haben.

In einem vom französischen Publisher selbst publizierten Interview vom 7. Juni 2019 sagte deren damaliger Vice President of Editorial (alle Übersetzungen von Zitaten aus dem Englischen kommen von mir):

“Ich glaube, dass es sehr unterschiedliche Spiele geben sollte und dass die Branche insgesamt dank der vielen verschiedenen Genres reifen wird. In unserem Fall haben wir diese Vorstellung von Videospielen, die potenziell wie eine Matrix sind. Was ich mit einer Matrix meine, ist eine Darstellung des wirklichen Lebens, in dem ich 1.000 Leben habe, und ich kann aus 1.000 Fehlern lernen und dadurch ein besserer Mensch werden.”

Vielleicht hätte er mal eine Büro-Simulation spielen oder entwickeln lassen sollen. Eine, in der – in Games ist sowas ja vorstellbar – Frauen fühlende und denkende Wesen mit allgemeinen Menschenrechten sind.

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